Montag, 24. März 2008

We'll be back!

So, wir leben noch und haben uns nicht verirrt. Wir waren erneut bei den Kloof Wasserfällen, um unser Versagen am Freitag zu korrigieren. Und ich muss gestehen, dass ein Hauptgrund für unsere Verwirrung unser mangelndes Verständnis der Karte war. Das ist halt das Problem, wenn man die Karte fotografiert und auf der Digicam betrachtet. Die braunen Linien, das ist gar kein Pfad, das sollen die Klippen sein (eine Karte bedeutet nichts ohne Legende). Und wo wir wirklich gelaufen sind, das erklärt euch das nächste Bild.

Rot eingezeichnet ist der Weg, den wir gegangen sind. Ohne Skala bedeutet eine Karte auch nichts, die ist allerdings nun wirklich nicht vorhanden, so dass es einfach schwierig war Abstände abzuschätzen. Nun jedoch, wo wir wissen, wo wir unterwegs waren, erklärt sich auch warum es nicht weiter ging. Fallen euch die Pfeile auf der gelben Route auf? Was könnte das wohl bedeuten? Gegenverkehr? Nein! Das bedeutet, dass da eine Sackgasse ist. Und genau die haben wir gefunden :P
Nun ja, Theoretiker eben. Wir haben doch einige "Messungen" gebraucht, um die Karte richtig zu interpretieren. Das kommt davon, wenn man sich über die Einheiten nicht einig ist.

Hier noch Bilder vom schwarzen Pfad, mit dem Wasserfall und einem Dessie (oder der etwas größere Hamster).



Botanischer Garten

Ostersonntag haben Michael und ich einen Abstecher zum botanischen Garten gemacht. Der Eintritt ist kostenlos und ich war erstaunt, dass es Orte in Durban gibt, die dermaßen ruhig sind. Die Größe ist etwas schwierig zu beschreiben, ich denke in 2 Stunden ist man einmal durch den kompletten Park hindurch gewandert und hat alles einmal gesehen. Es gibt viel Rasen und es war nett zu sehen, dass viele Familien sich zum Picknick versammelt hatten. Schade, dass der Park zu Fuß schätzungsweise 45 Minuten entfernt ist, sonst könnte man sich da öfters aufhalten.
Mehr gibts nicht zu erzählen, ich lasse ein paar Bilder sprechen.






Heute (Ostermontag) versuchen wir uns erneut an den Kloof Wasserfällen. Wir geben nicht auf, stellen uns unseren Ängsten und werden versuchen diesmal den Weg von der anderen Seite zu nehmen. Damit wir nicht nochmal durch die anbrechende Nacht zeitlich unter Druck geraten, ziehen wir schon zu Mittag los.
Hoffentlich bis bald also, frohe Ostern, Andi

Sonntag, 23. März 2008

Willkür und Schönheit

Was mag sich wohl hinter solch abstrakter Überschrift verbergen? Eine Ode an die schönen Frauen, die willkürlich studierend über den Campus streifen? Nein, mitnichten. Vielmehr geht es um die Schönheit des Landes und die Willkürlichkeit der Südafrikaner, wenn es um Sicherheit und Ordnung geht.

Es war Karfreitag um 15Uhr, als Michael und ich uns aufmachten einen Wasserfall in der Nähe zu besuchen. Nach 30 minütiger Fahrt fanden wir uns im Stadtteil Kloof auf einem Parkplatz wieder. Wir stellten fest, dass es hier mehr als den Kloof Wasserfall zu sehen gibt. Um den Canyon herum befindet sich ein herrlicher Wald, welcher als Reservat ausgezeichnet ist. Schnell noch ein Foto von der Karte des Parks gemacht und schon waren wir auf einem urigen Waldweg unterwegs.

Es hatte am Morgen noch geregnet und es roch berauschend frisch, manchmal aber auch streng nach Tierhinterlassenschaften. Wie wir später dann rekonstruierten, nahmen wir den unteren gelben Weg und bogen auf den braunen. Hier gab es ein paar schöne Aussichtspunkte und ich fand es mal so richtig toll hier.

Wurzeliger Waldweg, kühler Sch

atten und nicht mal die Spinnennetze auf Kopfhöhe in die man mindestens einmal hineinrennt, konnten meine gute Laune trüben (auch wenn die Spinnen gefährlich aussahen). Wohl so etwa gegen 16:30 kamen wir an eine Kreuzung und bogen links auf die gelbe Route ab (das ist da, wo der braune Pfad den gelben und den grünen schneidet). Es ging nun hinab in Richtung Fluss. Unten angelangt schauten wir nochmals auf der Karte nach und entschieden uns, dass wir den gelben Pfad am Fluss entlang bis zum Parkplatz nehmen könnten. Die Anzahl der Spinnennetze auf dem Pfad mehrte sich nun, so dass ich einen Stock (eigentlich ein langer Halm) vor mir hertrug. Natürlich deuteten diese Fliegenfallen nicht gerade daraufhin, dass hier häufig Wanderer entlang kamen, aber es war ja auch nicht gerade super Wetter. Nun begann unsere Route dann und wann mit dem Flussbett zu verschmelzen. Und wir mussten über teils glitschige Felsen flussaufwärts wandern. So nach und nach kam mir der Weg dann immer komischer vor. War das ein Weg am Rand des Waldes entlang? Oder ist hier nur weniger Gestrüpp, weil der Fluss das manchmal wegspült? Hmm, soll man diese Felsen wirklich hochklettern? Wenn der Fluss etwas mehr Wasser führt, geht es hier doch gar nicht mehr weiter? Ich bekam Zweifel. Vielleicht doch besser zurück? Viel länger als 18 Uhr ist es nicht hell. Verdammt! Ich hab dem Ranger am Eingang die Handynummer verschwiegen und nur unsere Namen und das Nummernschild auf der Besucherliste eingetragen. Doch plötzlich war da wieder ein Baum mit
gelben Markierungspfeilen. Puuh, schweingehabt. Doch noch richtig. Keine 2 Minuten weiter und wir standen mehr oder weniger im Fluss, die Schuhe bereits nass und kein Weg mehr weit und breit. Hä, wie kann das sein? Also wieder zurück zu den Pfeilen. Strecke erneut gelaufen. Nichts, verdammt, das geht doch nicht. Wo geht es hier lang. Mit Michael dann zusammen nochmals geschaut, auch die andere Seite abgesucht, vielleicht muss man den Fluss ja überqueren. Negativ! Der Weg ist weg. Ich hatte es bisher nicht wirklich gemerkt, aber allmählich bekam ich Panik. Der Weg zurück war doch recht weit und nach der Sucherei war es bereits kurz nach 17 Uhr. Einatmen, ausatmen. Ruhe bewahren. Die werden im Notfall bestimmt nach uns suchen. Wirklich? Ruhig bleiben.

Verdammt, ich will hier nicht übernachten. Schnell jetzt, wir müssen zum Auto. Wenn es dunkel wird sehen wir gar nichts mehr. Schnell zurück, vielleicht finden wir den Aufstieg wieder, dann haben wir ne Chance. Den Pfad kann man auch bei Dunkelheit entlang schleichen.

Wir gingen zurück. Flussabwärts, über glitschige Felsen. Michael rutschte einmal aus. Ich nahm manchen Felsen im Sitzen. Scheiße, scheiße, scheiße! Spinnweben waren mir jetzt egal, nur noch schnell zurück. War das der Weg? „Sind wir da hergekommen? Sind wir richtig?“ Zum Glück hatte Michael ein besseres Gedächtnis und konnte meist mit „Ja“ antworten. „Ahh, das kommt mir wieder bekannt vor.“ Aber das war noch ein ganzes Stück vom Abstieg weg, oder? Uhrzeit: 17:15. Oh Mann. Den Fluss können wir bei Dunkelheit nicht runter, da finden wir dann gar nichts mehr. Ich begann zu schwitzen, mein Herz schlug schneller, als mir lieb war. Immer öfter hatte ich das Bild zweier einsamer Wanderer vor Augen, die allein auf einem Felsen im Fluss die Nacht verbringen mussten.

Doch dann wurden wir erlöst. Plötzlich tauchte der Pfad wieder auf und der Aufstieg begann. Der allerdings, war schon recht anstrengend, wir waren da wohl doch einige Meter hinab gestiegen. Immer vorwärts, wir schaffen das. Es begann leicht zu regnen, unter dem Blätterdach, waren wir aber gut geschützt. Zu gern hätte ich jetzt einen Schluck Wasser getrunken. Das hätte meinem trockenen Mund und noch viel mehr meiner Seele, gut getan. Aber ihr könnt wahrscheinlich erraten, was sich hinter dem Beifahrersitz und NICHT in meinem Rucksack befand.

Unglaublicherweise schafften wir es vor Anbruch der Nacht zurück zum Parkplatz. Es war kurz vor 18 Uhr, wir waren scheinbar doch flott unterwegs gewesen. Super, wir sind pünktlich, um 6 schließt nämlich auch der Park. Außer heute. Da ist der Wächter am Eingang bereits weg und der Ausgang mit einer Kette versperrt. „Das kann doch jetzt nicht wahr sein. Der muss doch noch hier sein. Der weiß doch, dass wir noch da sind.“ Immerhin stand ganz allein Michaels Saab auf dem Parkplatz. Aber nein. Keine Sau da. Dabei hatte ich mir schon so schön die Worte zurechtgelegt, die ich dem Kerl an den Kopf werfen wollte. „Habt ihr eigentlich nen Schatten! Der Weg hört einfach auf. Da sind nirgends Markierungen. Weißt du wie knapp das war, dass wir es noch vor der Nacht hierher geschafft haben? Was passiert denn hier mit dem Eintrittsgeld? Werden damit nur die Mülleimer geleert?“

Hier hätte definitiv niemand nach uns gesucht. Vielleicht wäre der Wächter noch mal in der Nacht zurückgekommen, um zu schauen, ob das Auto noch da steht. Nach dem Motto: „Was man findet darf man behalten“, hätte man das ja noch abtransportieren können.

Zum Glück konnten wir die Kette per Hand lösen. Und machten uns schnellstmöglich davon.

Aber ich werde wiederkommen. Um den Pfad von der anderen Richtung zu testen. Mal sehen, ob wir zu dämlich waren, der Pfad wirklich nicht leicht zu finden ist, oder irgendein Scherzkeks einen Teil des Flusses als Weg interpretiert hatte und schlicht gelb anmalte, immerhin gibt es auch Wege auf der Karte die im flussblau gezeichnet sind.

Vielleicht sollte ich mir ein Survival Kit zulegen. Automatische Waffen, Handgranaten und so. Da kann man im Notfall den Wald wegbomben und sich seinen Weg bahnen. Und gleichzeitig macht man auch noch auf sich aufmerksam.

Montag, 3. März 2008

Der Weg ist das Ziel

Auf vielfachen Wunsch will ich hier mal wieder einen Eintrag posten. Wie üblich ist er dann doch etwas länglich geworden, bitte das zu entschuldigen, wenn die 10 Finger erstmal auf der Tastatur fliegen, dann sind die einfach nicht mehr aufzuhalten.
Ich weiß nicht, ob sie’s wussten, aber ich war für 2 Wochen auf Heimaturlaub, vielleicht sollte ich sogar Fronturlaub sagen, immerhin herrscht in meiner Bude in Durban mitunter schon ein gewisser Kriegszustand. Vorweg gleich ein kurzer Bericht aus dem Krisengebiet:
Ich war bisher der Meinung im Haus gäbe es zwei Fronten: Candice auf der einen Seite, die angeführt von ihrer Langeweile und den teuflischen Ansticheleien von Gina gegen jeden und alles vorgeht, der oder das ihr gerade nicht passt. Matthew, Candice’ Freund, schwebte wie ein neutraler Friedensfahnenträger dazwischen. Nachdem Gina wieder aus Thailand zurück war und mir mit Notizen mitteilte, dass es meine Schuld sei, dass ihr Hase mittlerweile bei irgendeiner Freundin weilte und es auch meine Aufgabe sei ihn zurück zu holen, war mir klar, dass Candice einen erstaunlichen Tatsachenbericht über die letzten 2 Monate an Gina übergeben haben musste. Leider gibt es keine Möglichkeit mehr diese sicher spannende Geschichte erzählt zu bekommen, aber ich kann nur vermuten, dass sie sich hauptsächlich um ein „kleine-Kaninchen-ermordendes, irres, brutales, langhaariges, deutsches Untier“ drehte. Doch kaum war ich in Deutschland ereilte mich die Nachricht von Gina’s Auszug. Ich war geschockt. Scheinbar hatte es einen Welten erschütternden Kampf zwischen dem Kriegsherr und seiner mächtigsten, alles-vernichtenden Kampfeinheit gegeben, bei der der Stratege unterlag.
Seitdem liegt die Zukunft im Ungewissen. Candice hat sozusagen ihre letzten Ketten gesprengt. Das Ei balanciert auf der Spitze des Eisberges; im schnellen Brüter hat Reaktor 2 gerade die kritische Temperatur erreicht und ein russische Kontrolleur lehnt betrunken über dem Leistungsregler; Chuck Norris hat soeben 10 Riegel Snickers gegessen und setzt zu einem Round-House-Kick an.
Was auch immer passiert, es wird sich in meinem Blog wieder finden.
Die Tortur des Fliegens: Abermals flog ich mit Lufthansa. Die Hoffnung, dass die Schlaflosigkeit beim Hinflug womöglich nur ein Einzelfall war, bedingt durch die ersten Flugerfahrungen, verflog relativ schnell. Meine Knie stießen gegen den Sitz des Vordermannes und die Sitzbreite war gerade ausreichend um mit angelegten Ellenbogen zu essen. Wenn dann nach dem Abendessen der Sitz vor dir auch noch nach hinten geklappt wird, du selbst aber feststellen musst, dass deine Sitzverstellung eine Fehlfunktion hat, deine Beine sich in der letzten verfügbaren Position befinden und du beobachtest, dass rechts neben dir dein Nebensitzer die unendlichen Weiten des Notausganges vollends ausschöpfen kann, dann weißt du auf einmal, dass 8 Stunden Folter auf dich warten und die Landung ist soooo fern. Filme schauen ist nicht, nur ein winziger Monitor 2 Meter vor dir zeigt ein farblich komplett missgestaltetes Bild, die Batterie deines mp3-Players ist leer. Was bleibt? Die Benutzung des enormen Audio Systems an Bord.
Ich habe keine Minute geschlafen und ich habe keinen Schimmer wie ich es bis nach Frankfurt geschafft habe. Dort bin ich dann regelrecht aus dem Flugzeug geflohen und habe mir erstmal dürstend eine Flasche Wasser gekauft… um dieselbe dann wenige Schritt später bei der Gepäckkontrolle wegwerfen zu müssen. Zu diesem Zeitpunkt muss mir selbst eine Mumie intellektuell weit überlegen gewesen sein.
Mein Überraschungsbesuch in der Heimat war jedoch ein voller Erfolg, auch wenn mein Vater mich erstmal mit den Worten „was machst du denn hier?“ an der Tür begrüßte. Nachdem alle Zwei und Vierbeiner im Haus geknuddelt wurden, musste ich dann aber schon mitteilen, dass ich demnächst für eine Woche nach Crans Montana fahre. Ich verbrachte also ein paar schöne, entspannte Tage zu Hause, und dann ging es Freitag nach Konstanz.
Samstag früh morgens ging es dann pünktlich (hat sich jemand gemerkt, wie wir das geschafft haben?) los.
Auch diverse Pausen, verursacht durch das minimale Fassungsvermögen weiblicher Blasen, konnten unseren Zeitplan nicht zerstören und wir fanden uns zusammen mit einem gewaltigen Haufen Gepäck vor der Talstation ein.


Irgendwann kam dann unsere Kontaktperson und regelte, dass die Sachen zur oberen Liftstation gebracht wurden, welche etwa 200 Höhenmeter oberhalb unserer Hütte lag. Wer also in der Lage war auf einem oder zwei Brettern die Abfahrt dorthin zu meistern (das wären dann alle bis auf mich), konnte sich einen Rucksack aufschnallen und hinunter pesen. Der Rest, also ich, versuchte zu Fuß mit beschi**en rutschigen Schuhen und einem Schlitten dorthinunter zu kommen. Natürlich konnte so nicht alles transportiert werden. Der Rest sollte so gegen 18:00 Uhr am Abend von der Pistenraupe gebracht werden. Bis dahin waren es aber noch so etwa 2 Stunden. Da saßen wir dann also, hatten nicht wirklich was zu essen, teilweise nur Skischuhe dabei, aber immerhin funktionierte die Bierzapfanlage bereits. Die Franzosen an der Liftstation hatten aber scheinbar gehört, dass in unserer Gruppe ein Besucher aus Südafrika anwesend sei und hatten sich vorgenommen diesem eine heimische Atmosphäre zu schaffen. Sprich, sie kamen einfach erstmal nicht. Als dann um 20:00 Uhr immer noch kein Essen in Sicht war und die Magenwände gerade begannen sich unter Gebrüll gegenseitig aufzufressen, wurde schließlich unser Kontaktmann angerufen und es stellte sich heraus, dass wir einfach vergessen wurden. Gegen solche Verspätungen bin ich aber schon längst abgehärtet, solang sich das noch in der Größenordnung von Stunden abspielt, kann man das getrost vernachlässigen.

Sonntag: Was macht man auf einer Hütte direkt im Skigebiet, wenn man weder Board noch Ski fährt? Ganz einfach: es hat Sonnenschein, es hat Sonnenliegen, man hat eine Sonnenbrille vom Mejsel geliehen bekommen, man hat einen atemberaubenden Ausblick, man hat 2 Fantasy Romane dabei; daraus folgt, hrrrrrrrr, hmmmm, ist das chillig. Moment da fehlt doch noch was: hmmmmmm, Biiieer, „die Antwort und die Lösung all unserer Probleme“ (Homer Simpson).




Mittags marschierten Mejsel und ich dann doch mal los. Mejsel hatte sich ein technisch hochwertiges Paar Schneeschuhe gekauft und von Philip bekam ich ein Paar kurze Steigski mit „Fell“. Der Schnee war allerdings teilweise sehr uneben und eisig, die Ski haben also nicht wirklich funktioniert, bzw. drohten durchzubrechen.
Gemütlich wurde es dann immer gegen Abend. Sobald die grelle Scheibe am Himmel hintern den ersten Bergen im Westen verschwunden war, wurde es draußen doch recht schnell fröstelig und man zog sich in die gute Stube zurück. Dort gab es einen herrlichen Kamin, der wenn professionell mit Holz bestückt, das Zimmer mit angenehmer Wärme flutete. Dazu brauchte man natürlich Holzscheite, welche in einem Nebenzimmer geaxtet werden konnten. Es ist faszinierend, welche Anziehungskraft eine scharfe Klinge ausübt, wenn man Gegenstände hat, die man damit auch kaputt schlagen darf. Wenn die Schneide dann getrieben durch die Kraft des Mannes (nicht zu verwechseln mit der Manneskraft), wie ein warmes Messer durch Butter, das Holz spaltet, dann wird einem wieder bewusst, warum schon in der Steinzeit der Mann nach der Jagd zurück zur Familienhöhle kehrte: um dem Weibe zu zeigen, dass ER Feuer machen kann.

Montag: Nachdem die Steigski versagt hatten, lieh ich mir Mejsel’s Schneeschuhe und begab mich ins Tal um ein zweites Paar auszuleihen. Es ging zuerst die 200 Meter hoch zur Liftstation, von wo ich dann hinunter fuhr (wohl wissend, dass dort niemand Fahrkarten kontrollierte).
Im Laden fand ich dann ein rustikales Paar (nein kein seit 70 Jahren verheiratetes, verknittertes, französisches Ehepaar; ich rede über Schuhe), was den Verkäufer scheinbar sehr überraschte, weil er mich fragte wo ich das denn gefunden hätte, was mich sehr überraschte, weil es halt da so herum stand, während es mir überrascht auffiel, das der Kerl glücklicherweise auch Deutsch sprach. Meine französisch Kenntnisse reichen nämlich gerade dazu aus, um vereinsamt und verwahrlost irgendwo in der Gasse zu verhungern. Dann nahm ich den Lift zur Mittelstation, um von dort zur Hütte aufzusteigen. An der Piste entlang wäre natürlich viel zu einfach gewesen für so einen Überlebens- und Orientierungskünstler wie ich es bin. Aber wer es schon mal schafft angetrunken von einer Party (in Konstanz) nach Hause laufen zu wollen, um dann nach einer ganzen Stunde seltsamerweise wieder vor der gleichen Tür zu stehen, der muss unbedingt den Weg durch den Wald wählen. Glücklicherweise gibt es dort aber genau eine ausgezeichnete Richtung, nämlich bergauf. Welchen Pfad man genau wählt ist größtenteils Glückssache. Es kann schon mal passieren, dass man meint eine geschickte Wahl getroffen zu haben, um dann nach ein paar hundert Metern festzustellen, dass der Pfad auf der Spitze eines Felsens endet.
Weil die französischen Wälder dann aber doch nur abzählbar und vor allem endlich in ihrer Größe sind, kam ich dann doch recht zügig voran und deutlich früher als erwartet an der Hütte an. Aufgrund der brennenden Sonne natürlich eingelegt im eigenen Saft.

Dienstag: Zwei junge Männer ausgerüstet mit modernen Wanderschuhen, gekleidet in die durchaus ansprechende Tracht der Bergsteiger, bestehend aus kniehohen graurot gestreiften Socken, umgekrempelten, mit Fell wattierten Beinlingen, Flanellhemd unter einer Lederweste, welche verziert ist mit Dutzenden Bergsteiger Orden, mit riesigen Rucksäcken auf dem gestählten Rücken; in den Händen wie in Schraubzwingen eingespannt schwere Wanderstöcke, die bei jedem Schritt die Brustmuskulatur zum Zucken bringen, braungebrannte stämmige Unterarme, tief schwarze sportliche Sonnenbrillen, die in der Sonne blitzen und das kantige männliche Gesicht zum unwiderstehlichen Anblick für Frauen macht, weshalb sich währenddessen auch Scharenweise lüsterne Gespielinnen um die Füße dieser Herolde räkeln; dieses Bild zeigte sich einem Betrachter, als Mejsel und ich am Morgen zu unserer ersten Wanderung aufbrachen, wenn er in der Lage war meine Gedanken zu lesen, kurz bevor ich das Foto von uns beiden betrachtete und dieses mit einem Schmunzeln als „sympathisch jämmerlich“ einordnete. Es war so bitter heiß, dass wir die leichteste Kleidung anzogen, welche sich von den gemeinen Boxershorts unterschied und sich in unserem Gepäck befand.





Unser Ziel lag fern, eine Liftstation irgendwo im Osten, für die wir noch ein paar Gutscheine hatten. So stapften wir also frohen Mutes los. Erklommen die ersten Hügel und bahnten uns einen Weg. Schon nach 20 Minuten war der Marsch beendet. Verfluchtes Tal. Wir folgten ein paar Skispuren um den Abstieg in eine Klamm zu schaffen, welche mitten auf unserem Wege lag. Als wir jedoch erkannten, dass es sich hier keineswegs um zwei Skifahrer handelte, sondern nur um einen, der im richtigen Moment umgedreht hatte, weil sich beinahe senkrecht eine Felswand nach unten neigte, deren Schwierigkeitsstufe mit Sicherheit jedem Meister der Eiger Nordwand in arge Bedrängnis gebracht hätte, war erstmals grübeln angebracht. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung war es uns aber ein leichtes einen anderen Weg zu finden. Als ich dann jedoch schon beim ersten Tritt ausglitt und zwischen zwei hervorragenden Felsspitzen 10 Schritt nach unten schlidderte und somit nur haarscharf einer Fraktur des Gesäßes entging, oder auf Deutsch: mir beinahe den Arsch aufgerissen hätte, war klar, dass der gewählte Weg keine Fehler verzeihen würde, sondern ein solcher nach 100 Metern Rutschbahn am Baum enden musste. Also entschieden wir uns dafür, uns in dichter bewachsenem Gebiet serpentinenartig nach unten zu schlängeln.






Irgendwann erreichten wir dann eine Piste, welche von der anderen Seite der Klamm kommend, parabelförmig über eine Brücke etwa 50 Meter aufwärts zu uns führte. Wir hörten das Rauschen des kalten Baches der noch immer an dieser Schlucht feilte. Der kürzeste Weg zwischen zwei Punkten ist jedoch bekanntlich der direkte, also die Luftlinie (für Klugscheißer: auf nicht gekrümmten Oberflächen). Ein umherliegender Pistenmarkierungspfahl wurde mit der Grazie eines griechischen Speerwerfers zum Bach hinunter geschleudert und sollte uns den Weg weisen. Wir brauchten eine läppische halbe Stunde um hinunter zu steigen, die Schuhe auszuziehen, den Bach zu überqueren ohne nass zu werden, diese danach wieder anzuziehen und wieder hinauf auf die Piste zu kommen, aber wir hatten den Weg abgekürzt und eine handvoll Meter an Wegstrecke gespart. Dann erfolgte ein erschwerlicher Aufstieg durch Pulverschnee, schätzungsweise 80 Höhenmeter und wir mussten feststellen, dass uns nur eine Umkehr vor einem Marsch bis in die Abendstunden hinein bewahren konnte. Wir suchten diesmal jedoch einen anderen Pfad durch das Tal und fanden schließlich einen Aufstieg nahe eines Knotenpunktes diverser Pisten. Im nachhinein kann man dieses Unterfangen jedoch getrost als irrsinnig bezeichnen, denn es handelte sich um einen vereisten, extrem steilen, buckligen Hang, den man herunter rutschend wohl nur als zerschrammter und gescheiterter Bergsteiger auf der Piste liegend beendet hätte.
Der Rest war trivial und wir kehrten ausgelaugt nach etwa 4 stunden schweißtreibenden Marsches in unserer Hütte ein. Und was macht man als Belohnung nach solchen Strapazen und mit einem einzelnen Snickers seit dem Frühstück im Magen? Man trinkt! Möglichst schnell, weil den Wasserverlust ausgleichen wollend, einen Liter kühles Bier. In diesem Zustand unendlicher Glückseligkeit fand ich dann auch die Antwort auf die Frage, wie man in der Wildnis sein Spiegelbild betrachten kann, wenn man weder einen Spiegel, noch eine ebene Wasserfläche zur Verfügung hat. Man schaut einfach dem Kameraden ins Antlitz, der genauso wenig Nahrung, aber genauso viel Bier im Magen hatte, wie man selbst. Jedes Mal wenn sich Mejsel’s und mein Blick sich trafen, bekam ich einen Lachkrampf, ich schien auf seiner Stirn den Schriftzug „ich bin genauso fertig, wie du“ lesen zu können. Der Rest des Abends wurde dann ein feucht fröhliches Zusammensein.

Mittwoch: Meine Knochen waren müde. Mein Leib ausgelaugt. Das Bier und die Kraftanstrengung am Vortag hatten mir die Lebenskraft geraubt. Aber zum Glück gibt es ja wieder Sonnenschein, eine Liege, eine Sonnenbrille… Chillen die Zweite sozusagen.
Am Nachmittag rafften Mejsel und ich uns doch noch auf und zogen in den Wald, wir zogen nicht um, aber es zog uns sozusagen in die Wildnis. Wir versuchten möglichst schnell hinab zu steigen, um dann auch wieder ein gutes Stück nach oben klettern zu müssen. Geradezu gazellenartig bewegten wir uns dabei durch den Wald und wir fühlten uns immer wohler in den Schneeschuhen, so dass der Plan von der Gletscherbesteigung am nächsten Tag fixiert wurde.
Abendliches Treiben: Nach und nach versammelte sich abends in der Stube, wer bereits eine freie Dusche ergattern konnte. Bei Bier oder Tee (unterschiedlicher kann Getränkewahl wohl kaum sein) widmete man sich dem allgemein beliebten Gesellschaftsspiel oder eventuell auch nur dem einfachen Geschwätz. Neben den Klassikern wie Skat und Binokel eroberte ein strategisch und motorisch sehr anspruchsvolles Geschicklichkeitsspiel Abend um Abend immer mehr Spieler für sich. Die Rede ist vom Looping Louie. Ein Spiel, welches speziell auf die Bedürfnisse junger Akademiker wie uns zugeschnitten wurde und aus den edelsten Materialien hergestellt ist. Die Anzahl an Zugvarianten übersteigt die Komplexität des Schachs bei Weitem, und sein teilweise chaotisches Verhalten würde einen Garry Kasparov sicherlich direkt in den Wahn treiben.


Im 21. Jh. darf allerdings auch das elektronische Gesellschaftsspiel nicht fehlen. Auf Philips Notebook lief deshalb außer Musik auch ein besonders grausames und mit Sicherheit von den Großkopferten Bayern, wie Speckstein, ähm `tschuldigung Beckstein natürlich, am liebsten indiziertes Computerspiel. Bis zu 4 geistig intakte Personen können dabei gleichzeitig in die Fußstapfen der Taliban treten, denn es gilt seine Gegner mittels Bomben in die Luft zu jagen, notfalls muss dazu auch der Freitod gewählt werden. Man konnte sich aber sicher sein, dann auch als geflügelter Engel in den Himmel zu fahren. Die detailgetreue Nachbildung westlicher Städte überzeugte durch Anhieb, New York’s Innenstadt war geradezu perfekt durch die Karré Struktur erfasst worden, auch wenn die Straßen nicht beschildert waren und erst noch freigebombt werden mussten. Erstaunlich ist jedoch, dass dieses Gewaltverherrlichende Spiel nicht auf dem Prinzip des 3D Ego Shooter’s beruhte, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Sogar für den Titel allein sollte es eine Alterbeschränkung geben, immerhin kann nicht verantwortet werden, dass U18 Personen mit dem Begriff „Bomberman“ in Kontakt kommen, zu labil ist die heutige Jugend.

Donnerstag: Auf zum Gipfel! Ausgestattet mit warmer Kleidung, festem Schuhwerk und GPS stachen Mejsel und ich in Schnee- bzw. wir wanderten los (Hütte auf 1965m). Um nicht nochmals die Klamm hinabsteigen zu müssen nahmen wir einen kleinen Abstieg in Kauf (hinab auf 1850m), von wo aus wir einem Ziehweg folgend zu derjenigen Piste kamen, welche hinauf bis zum Gletscher führte. Nach einigen Recherchen erwies sich dies nämlich als einzig möglicher Weg. Also marschierten wir am Rand der Piste entlang gen Himmel. Als wir dann endlich wieder in etwa unsere Ausgangshöhe erreicht hatten, brannten meine Lungen bereits als hätte ich Hochprozentigen eingeatmet und ich sah uns bereits scheitern. Dann kamen wir jedoch aus dem Schatten der Berge heraus und es wurde bedeutend angenehmer, das Atmen fiel leichter, die 10 Liter Lungen blähten sich auf und gaben Kraft. Etwa alle 200 Höhenmeter machten wir eine kurze Verschnaufpause, bei der wir auch den ein oder anderen Ski oder Snowboard Fahrer aus unserer Hütte trafen. Die Blicke der anderen Wintersportler gaben mitunter allerdings Rätsel auf. Entweder sahen sie den Wahnsinn in unseren Augen, oder sie konnten sich einfach nicht vorstellen, warum jemand freiwillig da hoch wanderte; vielleicht ist das auch beides äquivalent. Kurz vor dem Ziel ließen wir es uns dann nicht nehmen abermals eine steile, aber minder vereiste Huckelpiste empor zu steigen und oben an der Gondel erklommen wir dann letztlich sogar den höchsten Punkt, nochmals etwa 70 Höhenmeter mehr. Schließlich waren wir dann auf etwa 2950m und hatten dafür knapp mehr als 3 Stunden gebraucht. Zu Recht haben wir uns also seitdem den Titel Diplom-Hochleistungssportler verdient.

Dort oben trafen wir dann noch zwei Franzosen, die scheinbar schon zuvor vergeblich versucht hatte ihren Kite-Drachen fliegen zu lassen und nun einfach willkürlich auf irgendeiner Seite des Gipfels abfahren wollten. Interessanterweise konnten diese beiden weder englisch noch deutsch, weshalb wir uns nur ein paar Wortfetzen an den Kopf werfen konnten. Eine Zeitlang machte ich mir über das offenbar miserable französische Schulsystem meine Gedanken, bis ich dann bemerkte, dass in Deutschland bestimmt auch etliche der „Bushaltestellen in Beschlag nehmenden Hauptschüler“ genauso wenig englisch sprechen.
Im Restaurant genehmigten wir uns dann noch eine warme, exorbitant teure Mahlzeit und einen speziell überzuckerten Energietrunk genannt Coke, bevor wir in die Gondel stiegen und zu unserer Liftstation fuhren. Der 200m Abstieg von dort waren dann ein Kinderspiel.

Freitag: Nachdem Mejsel mir abermals seine Skischuhe auslieh, gondelte ich wieder hinab ins Tal, um die Schneeschuhe abzugeben. Schon die 200 Höhenmeter zur Gondelstation nach oben quälten mich ungemein, ich schob es jedoch auch die sengende Sonne und die Wanderung am Vortag. Aber ich hatte mir ja in den Kopf gesetzt diesmal direkt von der Talstation zurück zu laufen, unwissend um wie viele Höhenmeter es sich dabei überhaupt handelte. Die Schuhe kosteten mich übrigens 45€, was eine fast noch anständige Ausleihgebühr ist. Nach den ersten Meter bergaufwärts stellte ich dann jedoch fest, dass im Tal die Pisten dann doch dem Tauwetter deutlich Tribut zahlen mussten, sodass ich die Schneeschuhe auszog und einem Wanderweg folgte. Dabei verlor ich dann total die Orientierung, weil diese Wege auf meinem Skiplan nicht eingezeichnet waren. Irgendwann entschied ich mich dann das zu machen, was ich am besten kann. Schneeschuhe an und direkter Weg aufwärts durch den Wald. Wieder war es nicht so leicht den rechten Weg zu finden und das ein oder andere Mal musste ich auf allen Vieren voran. Dann, im tiefsten Wald, erspähte ich den Feind. Auge in Auge standen wir uns gegenüber. Niemand blinzelte, wir beide wussten von der Reaktionsschnelligkeit des Anderen. Doch auch, wenn mein Gegner im fairen 1on1 auf einer Map meiner Wahl, keine Chance gegen meinen microsekunden linken Maus-Finger gehabt hätte, so wusste ich doch, dass dies hier sein Revier war. Seine Welt, seine Gesetze. Kalte schwarze Augen bohrten sich in meinen Verstand. Doch ich durfte den Blick nicht abwenden, einmal die Position des Gegners aus den Augen verloren, hätte er mich von allen Seiten, von allen Richtungen, vielleicht sogar herabstürzend von den Bäumen attackieren können. Also standen wir still. Das Wesen spitzte seine unmenschlich behaarten Ohren, konnte es meine Furcht riechen? Seine Flache Nase zuckte, als seine Schneidezähne scheinbar anfingen seine eigene Unterlippe zu fressen; Allmächtiger hilf, es dürstet ihm nach Blut. Der buschige Schwanz stand nach oben, sicherlich zu grausamen Peitschenangriffen fähig. In Zeitlupe bewegten wir uns aneinander vorbei und als ich unbedacht einen Ast unter meinen Füßen zertrat musste ich blinzeln und das Eichhörnchen war sofort dabei einen Stamm empor zu klettern, um mich versteckt und sicher aus den Kronen der Bäume heraus zu beobachten.
Mein Weg verlief jedoch weiterhin durch den Wald und ich machte mir allmählich leichte Sorgen, weil ich die Mittelstation nicht gesehen hatte und ich befürchtete leicht bis mittelweit vom Weg abgekommen zu sein. Dann jedoch stieg ich plötzlich zwischen den letzten Bäumen hindurch und sah direkt geradeaus in geringer Entfernung unsere Hütte. Und da behauptet man noch, dass nur die Vögel sich an den magnetischen Feldlinien der Erde orientieren können. Doch wie war ich so schnell vorangekommen? Es ist unwahrscheinlich, dass ich eine Abkürzung gefunden habe, welche mir Höhenmeter ersparte; obwohl wer weiß, ich bin ja schließlich Physiker, wenn einer so was findet, dann ja wohl wir. Letztlich in der Hütte angekommen hatte ich es irgendwie geschafft fast 600 Höhenmeter in 2 Stunden zu erklimmen, in denen ich noch mit der Gondel ins Tal gefahren war und die Schneeschuhe abgegeben hatte. Welche versteckte Macht mich wohl so schnell zurück zur Hütte trieb?

Samstag: 6:30 Uhr ging der Wecker. 8:00 Uhr sollte die Pistenraupe kommen und das Gepäck mitnehmen. Das Aufräumen der Hütte gestaltete sich komplett unproblematisch. 23 Personen, allesamt erwachsen (und damit mein ich nicht nur auf dem Papier), da werden Aufgaben verteilt und dann wird das auch gemacht (wie grausam ist dagegen doch der Zustand in meiner südafrikanischen Behausung). Irgendwann gegen 10:00 Uhr sollte wieder unser Kontaktmann kommen, aber schon viel früher waren wir allesamt oben bei der Gondel angelangt und waren eigenhändig in den Pistenraupenbereich vorgedrungen, wo wir unser Gepäck wieder fanden. Also wurden diverse Personen nach unten geschickt und das Gepäck mit der Gondel nach und nach ins Tal befördert. Die Autofahrer waren da schon längst auf der Suche nach ihren Gefährten. Für die verzögerte Abfahrt am Ende war dann wieder der Franzose Schuld, d.h. unsere Kontaktperson, welche irgendwie wieder später kam als ausgemacht. Dann ging es aber mit wohltuenden Klängen des Metals im Ohr mit Mejsels hochgeschwindigkeits- VW-Bussle in Richtung Heimat.
Vor Beginn der Woche hätte ich nie gedacht, dass es solch riesigen Spaß macht einfach Schneeschuhe anzuziehen und los zu wandern, tausend Dank an meinen Gefährten Mejsel. Wir waren ne super Gruppe und ich hoffe einfach mal, dass nächstes Jahr wieder etwas Ähnliches gestartet werden kann. Zum Schluss noch das Gruppenbild und mein Versuch alle Namen zusammen zu kriegen.

Hintere Reihe v.l.n.r: Micha, Pino, Mejsel, Philip, Basti, Ich
Mittlere von ganz links: Christian, Steffen, Tobi, Shorty, Fred, Hannah, Nora, Nina, Jule, Anika, Mie, Kerstin
Vorderste Reihe: Malte, Klix, Johannes, Sebi, Dominik