Freitag, 21. Dezember 2007

Freunde und Kollegen

Hallo zusammen, kurz vor Weihnachten wollte ich mal noch ein paar Bilder posten. Viel zu erzählen gibt es im Moment nicht. Heute ist vorerst der letzte Tag an der Uni, nach und nach verschwinden alle nach Hause, nur ich halte die Stellung. Michael und Thomas sind bereits in Deutschland, zum Glück darf ich aber den Saab benutzen, d.h. ich bin zumindest mobil. Meine Mitbewohner machen sich rar, sehe sie kaum noch, weshalb ich leider keine amüsanten Anekdoten zum Besten geben kann. So wie es also aussieht werde ich über Weihnachten und Silvester ein paar geruhsame Tage verbringen.
Jetzt aber zu den Bildern. Habe ja bereits von dem Tag bei Thomas berichtet, Strand, Burgbauen, Schwalben etc. Deshalb hier noch Fotos die mir Jonas zur Verfügung gestellt hat, bevor auch er morgen in Richtung Schweden aufbricht.
Erstes Bild: v.l.n.r Remmy, Jonas. Ersterer kommt aus Zambia und hat letzte Woche die erstaunliche Leistung vollbracht, dort mit nem BMW hin- und wieder zurück zufahren. Ich weiß nicht wieviele Tausend Kilometer das sind, aber ich weiß ganz sicher, dass man da durch Länder kommt, wo man erstmal schauen muss, ob es Tankstellen gibt. Jonas und ich waren der Meinung, dass das absolut zu gefährlich ist, wenn irgendwas an deiner Kiste kaputt geht, dann kann es sein du hängst irgendwo im nirgendwo und kommst nie wieder weg. Ganz abgesehen, dass das Auto soviel Wert ist, wie so mancher Afrikaner in seinem ganzen Leben nicht mal verdient, d.h. eine gewisse Diebstahl Gefahr besteht durchaus.
Zweites Bild: Was machen Physiker am Strand? Sie versuchen ein Dodekaeder zu bauen, dessen Abweichungen von der perfekten Form in der Größenordnung von Sandkörnern liegt. Scheitern jedoch. Naja, Jonas wollte eigentlich nen Würfel mit Kantenlänge 1m bauen, er wollte uns allerdings am Anfang nicht glauben, dass 1000 Liter Sand, nunmal tausend Liter Sand sind und das Vorhaben deswegen auf jeden Fall nicht gelingen konnte. Die Einflüsse auf diese Konstruktion lassen sich auf der linken (Maggie) und rechten (Homer) Seite erkennen, sowie an der Korrektur der Gravitationsformel, die Jonas ursprünglich mit 1/r angesetzt hatte. Das hätte jedoch auf unser Universum abstruse Folgen, weshalb ich gerade noch rechtzeitig die 2 hinzufügen konnte, bevor sich das Planeten confinement (Potential ~ ln r) auswirkte.
Drittes Bild: v.l.n.r. Ich (scheinbar auf Speed), Michael, Jessica (Freundin von Jonas aus Florida), Jonas, Yoda, ähm, ich meine Lajos Diosi aus Ungarn.
Lajos ist jedoch das für einen Schüler der stochastischen Quantenmechanik, was Yoda für einen Schüler der Macht ist. Er kann alles erklären, spricht aber oft langsam und in Rätseln und ist viel zu oft ungewollt komisch. Aber ein super sympathischer Mensch.

Noch kurz eine negative Nachricht: Wie vielleicht viele schon wissen ist Jacob Zuma zur Parteispitze in Südafrika gewählt worden und wird wohl nächstes Jahr Präsident werden. Das ist der Kerl, von dem ich bereits einmal erzählt habe, der glaubt HIV mittels Duschen besiegen zu können. Zudem ist er ausgebildeter Viehhirte. Ich will mir nicht vorstellen, wie ein Gespräch zwischen Angela Merkel und Zuma ablaufen könnte, das sollte aber so ähnlich sein, wie eins zwischen nem Neandertaler und Aristoteles. Am Ende erschlägt der Neandertaler sein Gegenüber mit ner Keule um seinem Statement (huga, ha, alle höhle mein!) nachdruck zu verleihen. Ich empfehle folgenden Link:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,524211,00.html
um mehr über das Debakel herauszufinden. Es scheint im Moment so zu sein, dass viele Weiße Südafrika verlassen (das sinkende Schiff?), weil sie keine Chance mehr auf Arbeit haben. Im direkten Konkurrenzkampf mit der schwarzen Bevölkerung zählt nicht die Ausbildung, Engagement, Kompetenz, sondern hauptsache kein weißer. Genau das passiert hier z.B. bei der Medizinausbildung. In einigen Jahren werden hier unfähige Ärzte nur so rumrennen. Das betrifft mich aber dann zum Glück nicht mehr. Im Moment sind die Krankenhäuser noch in 1A Zustand, allerdings ist die chaotische Organisation allmählich dort auch wieder zufinden, Wartezeiten können schon grundlos lang sein.
Schöne Weihnacht euch allen und bis bald.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Andi, aus Konstanz nur die besten Grüße und ein frohes Weihnachtsfest! Wohl ein erstes ohne Blitzeis und Schneefall, wie zuhause?!
Hoffentlich sieht man sich bald!

Halt die (Hasen-)Ohren steif!