Freitag, 12. Oktober 2007

Regen im Paradies

Sanibonani,
das ist Zulu und ist eine Begrüßung. Ich versuche grad das ein bisschen zu lernen, vielleicht kann man so einen etwas anderen Zugang zur schwarzen bevölkerung bekommen. Allerdings ist die Sprache schon verflucht schwer. Es kommt sehr auf die Betonung an, und bei einer Begrüßung muss man dem gegenüber richtig ansprechen, damit es nicht unhöflich wirkt. Z.B. spricht man eine ältere Frau genauso an, wie man seine Großmutter ansprechen würde, damit zeigt man dann in gewisserweise Respekt vor dem Alter. Auch witzig ist, dass Zulu Klicklaute enthält, es gibt 3 verschiedene Zungenschnalzer, die man im Wort mitunter unterbringen muss. Und das ist wirklich verflucht schwer.
In dieser Woche hat es fast jeden Tag gepisst. Und zwar so richtig weltuntergangsmäßig. Hier mal ein Bild wie dann der Blick auf die Stadt aussieht:
Michael hat das bisher auch noch nicht erlebt, dass es solange so stark geregnet hat. Ich bin etwas überrascht, dass das Wasser trotzallem abläuft. Hier ist es doch sehr hügelig, hatte damit gerechnet, dass man manche Straßen nicht mehr benutzen kann. Allerdings sind die Südafrikaner unfähig Wege zu bauen. Sie sind ware Meister eine gerade Fläche so zu teeren, dass man sie bei Regen nicht benutzen kann. Und das auf dem kompletten Campus. Teilweise wird dann alles nochmal aufgerissen und neu gemacht. Unfähigkeit kann aber nicht mit Unfähigkeit bekämpft werden.
Jetzt noch ein paar Bilder bei Nacht:














Ich denke das kann sich sehen lassen.
Heute ist das Wetter jedoch bombig, wird allerdings dann auch schon gut warm. Mittlerweile hab ich auch meinen Account für das Internet an der Uni, aber das ist einfach so langsam, dass ich meist über mein erworbenes Vodafon Funkmodem, also via UMTS, ins internet gehe. 500MB pro Monat @19€. Das ist noch vertretbar. Was ich allerdings noch immer nicht habe (die zuständigen Personen hatten jetzt 2 Wochen Zeit) ist mein Besucher Ausweis um hier die Türen zu öffnen an der Uni. Die sind meistens nämlich verschlossen, und man kommt auch nicht raus ohne diese Dinger. Die organisation ist hier etwa wie bei Asterix erobert Rom, als die beiden den Passierschein A38 brauchen und in diesem Irrenhaus landen. Man muss allen alles aus dem Ar*** ziehen und es kann sein, dass das was gestern funktioniert hat, heute beim gleichen Kerl nicht mehr funktioniert. Warum? Kein Schimmer, diese Frage darf genauso wie in der Physik einfach nicht gestellt werden :-)
Morgen geht es vermutlich an einen Damm, wo wir fern ab der Zivilisation fischen wollen und hoffentlich auch noch diverse andere Tiere sehen. Als vorgeschmack schonmal ein Tier das man überall findet, den Centiped, also Hundertfüßer:
Die können eigentlich garnichts die Viecher, ringeln sich zusammen wenn man sie berührt. Von was die Teile leben und wie sie ins Haus kommen wissen wir nicht, genauso wenig wie sie sich fortpflanzen. Haben uns schon überlegt, ob die sich vielleicht einfach in der Mitte teilen *megalol.
Dumm ist, wenn man nachts auf sowas drauftritt, das gibt ne super sauerei.

Bis bald Andi

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